Schreibfestival #klartext 17

Das Schreibfestival #klartext, eine Initiative des Niedersächsischen Kultusministeriums, bot SchülerInnen im Pavillon Hannover ein vielfältiges Programm rund um das Thema Schreiben. Profis haben in Workshops Anleitung, Erfahrungen und Tipps weitergegeben. Mein Schwerpunkt war das Visualisieren. Neben dem Zeichnen eines Graphic Recordings zur Veranstaltung, habe ich SchülerInnen aktiv in die Methode einbezogen. Dabei hatte ich einige aufschlussreiche Gespräche. Besonders erschreckt hat mich (mal wieder) die Aussage „Ich kann nicht zeichnen!“ Warum nur denken das so viele (auch ganz junge) Menschen? Na, ich hoffe, ich konnte den ein oder anderen inspirieren und vor allem neuen Mut machen!

Workshops visuell dokumentieren

Ich werde oft gefragt, wie ich es mache, wenn ich parallel laufende Workshops mit Graphic Recording dokumentiere. Ich kann schließlich nicht überall dabei sein… Stimmt! Mein persönlicher Rekord liegt aktuell bei der Visualisierung von sechs parallelen Workshops. Je nach zur Verfügung stehender Zeit zeichne ich ggf. ein zentrales Motiv pro Thema vor und bringe die vorbereiteten schon Bilder mit. Während den Sessions hole ich mir ggf. Streiflichter und Stichworte aus den Workshops. Oder ich bekomme zusammengefasste Inhalte direkt von den Moderatoren. Damit ergänze ich die Bilder an einer zentralen Stelle. Gibt es eine Präsentation im Forum, vervollständige ich jedes Workshopbild simultan mit den Ergebnissen und schließe es damit ab. Auf diese Art kann ich mehrere visuelle Protokolle parallel anfertigen und der Kunde bekommt ein schönes Ergebnis.
Aber irgendwo liegt natürlich die Grenze. Ab einem bestimmten Umfang kann das ein Graphic Recorder alleine nicht mehr bewältigen.

Einsichten

Die vergangenen Graphic Recording haben mir Einsicht gewährt in verschiedene Unternehmen und Institutionen und manchmal auch in schöne Orte. Eine Jubiläumsveranstaltung, zwei Strategieworkshops ein World-Café, eine Führungskräftekonferenz, ein Coaching, einen Zukunftstag, einen Bildfindungsprozess eine Mitgliederversammlung und eine Präsentation (…). Außerdem fand das zweite Branchentreffen deutscher Graphic Recorder in Hamburg statt.

 

125 Jahre Üstra · Graphic Recording

„Mobilität von Morgen“ war das Thema auf dem Zukunftscafé zum 125-jährigen Jubiläum der Üstra, ein Unternehmen, das in Hannover jeder kennt, denn es ist für den ÖPNV zuständig. Der Philosoph Richard David Precht hat einen spannenden Keynotevortrag gehalten und es wurde intensiv über die Themen diskutiert, die uns im Moment alle sehr beschäftigen: Wie verändert die Digitalisierung unsere Gesellschaft. Ich mag diese Zukunftsthemen, habe mit Freude zugehört, simultan mitgezeichnet und so ist ein schönes Graphic Recording entstanden.

Wettbewerb Zukunftsstadt · Graphic Recording

Seit 2015 begleite ich den Wettbewerb Zukunftsstadt im Kreis Recklinghausen mit Graphic Recording. Verschiedene Veranstaltung mit und ohne Bürgerbeteiligung stehen im Zentrum dieser Aktivitäten. Letzte Woche habe ich einen Leitbildprozess im Bereich Bildungsmanagement und einen Schülerworkshop zu Themen wie Mobilität & Logistik, IT-Sicherheit, Schule/Campus 2030 live mitgezeichnet. Es ist spannend zu sehen, wie junge Menschen die Zukunft sehen. Die Digitalisierung verändert unsere Gesellschaft massiv in allen Bereichen. Wir wissen nicht genau, was sich alles ändert, denn es geht alles sehr schnell, aber die jungen Menschen haben viele Ideen und wenig Ängste, wie Leben 4.0 funktionieren soll.